Eine der leisesten Verschiebungen im österreichischen Tourismus betrifft zehntausende Vermieter. Beim Thema Privatzimmer-Vermietung und ihre Zukunft zeigt sich: Das klassische „Zimmer mit Frühstück“ erodiert, aber die private Vermietung stirbt nicht, sie wandelt sich.

Auf einen Blick

  • Privatquartiere und private Ferienwohnungen fielen im Winter gemeinsam von 22,0 Prozent (2000) auf 15,8 Prozent (2025) (Statistik Austria).
  • Im Tourismusjahr 2024/25 gingen die Betten der klassischen Privatquartiere um weitere 4,2 Prozent auf rund 65.800 zurück.
  • Während das betreute Privatzimmer schrumpft, bleiben und wachsen Ferienwohnungen. Es ist eine Verwandlung, kein Sterben.

Privatzimmer-Vermietung: die stille Verwandlung und ihre Zukunft

Auf den ersten Blick wirkt das wie ein weiterer Verlierer. Doch die genauere Betrachtung zeigt etwas anderes: eine Verwandlung vom betreuten Zimmer im Haus des Gastgebers hin zur eigenständigen, abgetrennten Ferienwohnung.

Anteil der Privatquartiere an den Winternächtigungen in Österreich, 2000 gegen 2025
Privatquartiere inkl. privater Ferienwohnungen, Anteil Winternächtigungen. Quelle: Statistik Austria, Beherbergungsstatistik (Winter). Grafik: gernot-riedel.com

Warum das ökonomisch logisch ist, erklärt die Zweiteilung des Werts. Das klassische Zimmer mit Frühstück verlangt vom Vermieter täglichen Service, ohne dass sich dieser Aufwand im erzielbaren Preis niederschlägt. Die eigenständige Ferienwohnung bedient die funktionale Nachfrage effizient: mehr Freiheit für den Gast, weniger täglicher Aufwand, oft ein besseres Verhältnis von Ertrag zu eingesetzter Zeit.

Zwei klare Wege

Für viele Vermieter ist die Umwandlung des betreuten Zimmers in eine gut ausgestattete Ferienwohnung keine Niederlage, sondern die passende Antwort. Wer dagegen den persönlichen Kontakt und die Geschichte des Ortes wirklich lebt, rückt in Richtung des Bauernhof-Modells: kleine Einheit, aber hohe Bindung über echte Beziehung. Die schwächste Position ist das halbherzig betreute Zimmer dazwischen.

Ein struktureller Vorbehalt: Diese Verwandlung findet nicht im rechtsfreien Raum statt. Die Ausweitung von Ferienwohnungen steht kommunalpolitisch unter Beobachtung, Stichwort Wohnraumverknappung und Widmungen.


Serie „Was in Österreichs Beherbergung knapp wird“ — Teil 7 von 8
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Quelle: Statistik Austria, Beherbergungsstatistik

Hinweis: Diese Analyse habe ich mit KI-Unterstützung erstellt. Datenauswahl, Interpretation und Bewertung liegen bei mir.


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